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Ein neuer Taktgeber für den Citroen SM: Das Quarzlaufwerk…

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Re: Subject

05 Dez. 2010 22:30
#21
echt super! Da hast Du noch ne ganz schöne Schippe draufgelegt! Jetzt will ich auch so eine ;-)

lg
marcus

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Re: Subject

05 Dez. 2010 12:36
#22
Helge,
bau bei Dir doch einfach das Uhrwerk komplett aus. Dann haste ne super gleichmäßige Beleuchtung der Uhr, sonst ändert sich nichts bei Dir, Uhr geht immernoch 2x / Tag richtig.

:D

Gruß,
Ekki

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Re: Subject

05 Dez. 2010 11:00
#23
Was wir jetzt noch brauchen - außer dem Artikel für die Zeitung - sind "Glue-In-The-Dark"-Zeiger.

Ja, ich weiß, ich nin nur neidisch. :D

Tolle Arbeit und tolle Beschreibung, Ekki.


Viele Grüße

Helge
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  • Ekki
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Re: Subject

04 Dez. 2010 21:35
#24
UPDATE

Ich habe gerade mal den Night-Check gemacht und dabei ist mir noch ein Vorteil aufgefallen:

Da das Quarzwerk weitgehend aus transparentem Kunsstoff besteht, wird das Licht des Lämpchens viel gleichmäßiger gestreut, als bei dem alten Messing-Laufwerk.

Ergebnis: Die Uhr ist nun nicht mehr so ungleichmäßig einseitig ausgeleuchtet und gleichzeitig auch heller, gerade für Betreiber der Original-Grünen-2W-Funzel-Beleuchtung ein interessanter Aspekt!


Bei Tag sehen sie beide identisch aus: Links die originale Jaeger Uhr, rechts die Quarz-modifizierte.




Wie man sieht, man sieht keinen Unterschied. Aber wehe, es wird dunkel:




Das Bild ist keine(!) Fotomontage und kommt dem echten Eindruck recht nahe. Die rechte (Quarz-) Uhr ist heller und viel gleichmäßiger ausgeleuchtet. Sieht man besonders gut an der "9" links und den Stundenmarkern daneben.


Gruß,
EKki

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Re: Subject

04 Dez. 2010 20:56
#25
Super, das Avatar, Ekki!

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Re: Subject

04 Dez. 2010 20:08
#26
Rene postete
Das GIF ist ebenfalls super, dass sieht man jetzt bestimmt öfter.
Ja, das geht sogar als Avatar, siehe links!!! :D







Gruß,
EKki

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Re: Subject

04 Dez. 2010 19:39
#27
Rene postete
Ekki super Idee. Ich hab' mir gleich eine bei ebay abgefischt. 15€ inkl. Versand.

cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350310845103
Aus der Ebay-Beschreibung: "faire Beratung für wirtschaftliche Reparaturen !"... passt zur Anleitung :D

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Re: Subject

04 Dez. 2010 19:29
#28
Andy postete
Insgesamt wieder hervorragend.
Nur 2 kleine Punkte stören mich: Die EP Kleberei und das gedremel.

Andreas
Wichtig ist, dass man einen Komponenten-Kleber nimmt, der komplett aushärtet. Jegliches UHU-Zeugs ist ungeeignet, gleiches gilt für Heißkleber. Ich hab hier einen Komponentenkleber von Weicon, der wird so hart wie vergossen, bombensicher.

An diesen Stellen ist eh keine große mechanische Belastung, weil die Verschraubungen durch die Gummitüllen gelagert sind. Das sollte wohl damals eine Dämpfung für das originale Uhrwerk sein, eine Art Schockabsorption. Hat aber wohl nicht so geklappt, diese Konstruktion ;)

Rein theoretisch hätte man die Gewinde auch durch die Platine von unten verschrauben können mit Gewindehülsen, aber das hätte den Arbeitsaufwand nochmal vervielfacht, würde auch nicht besser halten und sehen tut es in der geschlossenen Dose auch niemand. Dazu war sogar ich zu faul ;)

Gruß,
Ekki

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Re: Subject

04 Dez. 2010 18:58
#29
Ekki super Idee. Ich hab' mir gleich eine bei ebay abgefischt. 15€ inkl. Versand.

cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350310845103

Hier ist noch Eine, wer will?

cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=270599434484


Das GIF ist ebenfalls super, dass sieht man jetzt bestimmt öfter.

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Re: Subject

04 Dez. 2010 18:33
#30
ich habe das ähnlich viel grobschlächtiger schon vor 15-20 jahren gemacht und die quarzuhr geht immer noch . vom innenraum her , ist es nicht zu erkennen . hinter dem armaturenbrett ist meine uhr offen . staub schadet offensichtlich nicht . der einzige wermutstropfen ist die schlechte beleuchtung..aber ich wollte es nicht mehr ausbauen ...

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Re: Subject

04 Dez. 2010 13:00
#31
KR-GE-70H postete
Mon Dieu !!!!!!!!!

Quel boulot !!!!!
¿Que¿


Viele Grüße

Helge
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Re: Subject

04 Dez. 2010 12:43
#32
Mon Dieu !!!!!!!!!

Quel boulot !!!!!

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Re: Subject

04 Dez. 2010 12:37
#33
Insgesamt wieder hervorragend.
Nur 2 kleine Punkte stören mich: Die EP Kleberei und das gedremel.

Andreas

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Re: Subject

04 Dez. 2010 11:39
#34
Ganz hervorragend Ecki. Weiter so, danke

Gerold

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Re: Subject

04 Dez. 2010 10:37
#35
-
vielen Dank, dann wird mir über die Feiertage nicht langweilig
-

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  • Ekki
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Re: Subject

04 Dez. 2010 02:01
#36



Mit diesen Puffern lässt sich das Uhrwerk nur sehr stramm in die Dose schieben, was die Stabilität erhöht. Hat man alles richtig gemacht, sind alle Gewinde auf der Rückseite nun genau an den richtigen Stellern, deckungsgleich mit den Löchern im Gehäuse.



Sieht es so wie auf dem Foto aus, können wir wieder die Messinghülsen in die Gummilöcher stecken und die Schrauben eindrehen. Danach wirkt die Uhr nahezu unangetastet, nichts an den Anschlüssen oder Originalschrauben wurde verändert:




Von vorne nimmt das Ganze nun auch langsam Gestalt an, doch es fehlt noch das Wichtigste: Die Originalzeiger! Hier beginnt schließlich auch der filigranste Abschnitt der Arbeiten: Betrachtet man die ausgebauten Originalzeiger, so sieht man die eingenieteten Metallachsen in dem dünnen, orange lackierten Blech. Es gilt diese auszubauen, indem man wieder einmal mit dem Dremel die flache Seite der Niete abschleift, bis sie sich ohne großen Kraftaufwand aus dem Zeiger lösen lässt.



Ein Problem ist gelöst, das nächste steht vor der Tür: Die Löcher in den Zeigern sind zu klein, um auf die Achsen des Quarzwerkes zu passen. Also muss man die Achslöcher der Stunden- und Minutenzeiger mit dem Dremel und einem kleinen Schleifeinsatz ganz vorsichtig vergrößern, bis sie im Innendurchmesser den Quarz-Zeigern entsprechen. Von letzteren kneifen wir die Zeiger ab, so dass nur noch die Plastikringe übrig bleiben:



Anschließend klebt man die Zeiger vorsichtig und deckungsgleich mit hochwertigem Komponentenkleber auf die Ringe. Da sie durch die ganze Schleif- und Klebeprozedur gelitten haben und in der Regel eh im Laufe der Jahrzehnte farblich verschossen sind, ist es Zeit für eine kleine Auffrischung. Im Baumarkt besorgt man sich den Farbton „Pastell-Orange matt“, was haargenau der Originalfarbe entspricht, und lackiert die Zeiger neu:



Nachdem die Farbe ausgehärtet ist können die Zeiger eingesetzt werden, und zwar so, dass alle auf 12Uhr zeigen. Nach einem Funktionstest erfolgt der finale Zusammenbau, wie im Kapitel 5a. Und voilà, fertig ist die „Premium“-Edition.



Durch die originalen Zeiger und den originalen Einstellknopf ist kein Unterschied zum Original zu erkennen. Auch auf der Rückseite gibt es keine groben Modifikationen, so dass alle Anschlüsse und Verschraubungen erhalten bleiben.




Da das Quarzwerk weitgehend aus transparentem Kunsstoff besteht, wird das Licht des Lämpchens viel gleichmäßiger gestreut, als bei dem alten Messing-Laufwerk.

Ergebnis: Die Uhr ist nun nicht mehr so ungleichmäßig einseitig ausgeleuchtet und gleichzeitig auch heller, gerade für Betreiber der Original-Grünen-2W-Funzel-Beleuchtung ein interessanter Aspekt!


Bei Tag sehen sie beide identisch aus: Links die originale Jaeger Uhr, rechts die Quarz-modifizierte.




Wie man sieht, man sieht keinen Unterschied. Aber wehe, es wird dunkel:




Das Bild ist keine(!) Fotomontage und kommt dem echten Eindruck recht nahe. Die rechte (Quarz-) Uhr ist heller und viel gleichmäßiger ausgeleuchtet. Sieht man besonders gut an der "9" links und den Stundenmarkern daneben.





Danke an Marcus und Dirk (alias Professor SM) für den informativen Uhren-Workshop, der als Grundlage zu diesem ausführlichen Wiki-Artikel diente.




Auf dass das Quarzwerk ewig halte!!!



]



Wie Ihr seht: Geht immer!!!

:D


Gruß,
Ekki

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Re: Subject

04 Dez. 2010 02:00
#37
5b „Premium“-Version

Wem die Standard-Version trotz der optischen Nähe zum Original noch nicht perfekt genug ist, der nimmt etwas mehr Mühen für die Premium-Version auf sich. Diese erhält alle Zeiger sowie die Einstellachse im Original. Ferner bleiben auch die rückseitigen Verschraubungen und Anschlüsse original, so dass man weder von vorne noch von hinten Unterschiede zum Original erkennen kann. Der Aufwand hierfür ist allerdings höher und man muss etwas Geschick mitbringen, außerdem muss man einige Teile vom originalen Uhrwerk modifizieren und recyclen….

Zunächst bauen wir die Teile vom Originallaufwerk ab, die wir in der neuen Uhr wieder verwenden wollen. Als erstes wäre da die gewinkelte Lasche für die Stromzufuhr:




Mit einem Lötkolben entfernen wir das Lötauge und ziehen dabei die Lasche vom Uhrengehäuse. Mit dabei ist auch die kleine Isolationsplatine, die wir ebenfalls sehr gut gebrauchen können.



Mit gutem(!) Komponenten-Epoxydharzkleber verkleben wir die Lasche mit der Isolation, denn ein Schutz vor Kurzschlüssen ist wichtig!




Als nächstes benötigen wir die kleinen Gewindezylinder des originalen Laufwerks:



Sie sind einfach in die Rückwand genietet und können mit einem Dremel an entsprechender Stelle gelöst werden.






Nachdem wir beide Gewindezylinder ausgebaut haben, spannen wir sie in einen Schraubstock und feilen sie auf ca. 2mm Stärke herunter. Da das Messing sehr weich ist, geht das in wenigen Minuten.



Auch sie isolieren wir mit zwei kleinen und möglichst dünnen Unterlegscheiben, die wir mit dem Komponentenkleber fest verkleben. Vorher sollte man möglichst die originalen Schrauben reindrehen, damit der Kleber nicht das Gewinde zusetzt:



Nach diesen Vorbereitungen gilt es, alle diese Teile in richtiger Position auf der Platine des Quarzlaufwerkes zu montieren. Dazu setzen wir das Laufwerk mitsamt den Ziffernblättern in das Gehäuse ein und markieren mit einem dünnen schwarzen Marker den Schlitz der Pluspol-Lasche und die Schraubenlöcher:






Wir nehmen das Laufwerk wieder auf das Gehäuse und kleben alle Teile millimetergenau so mit dem Epoxydkleber auf die Platine, dass sie mit den schwarzen Markierungen übereinstimmen. Die Positionen kann man auch dem folgenden Foto entnehmen:



Wir lassen den Kleber komplett aushärten und widmen uns der Elektrik. Wie in dem folgenden Foto zu erkennen, verlöten wir die Lasche mit dem Pluspol, das rechte Gewinde mit dem Minuspol der Platine, das war es auch schon.



Mit dieser Verkabelung bezieht das Quarzwerk seinen Strom und Masse durch dieselben Außenkontakte, wie das originale Uhrwerk. Als nächstes nehmen wir die Gummiisolation der Metalldose und flachen mit einer scharfen Schere die der Platine zugewandte Seite ab. Zusätzlich entfernen wir den geschwungenen Gummiarm oben.




Durch Aufschieben auf die Platine überprüfen wir noch einmal die Anordnung unserer Anschlüsse und Gewinde.




Passt alles, klemmen wir das Gummi wieder in die Metalldose ein, es ist darauf zu achten, dass die Gummi-Ösen komplett durch die Löcher gesteckt werden, bis sie „einrasten“. Nun kommen wir zu einem weiteren Detail, das wir an der Uhr „originalisieren“ wollen, den Justageregler für die Uhrzeit:




Die Achse der Quarzuhr ist aus Plastik und ohne die zugehörige Aufsteckkappe zu wackelig, als dass wir den originalen Plastikknopf aufsetzen könnten. Also müssen wir etwas mit Originalteilen basteln. Wir bauen die Metallachse des Originalwerks aus, indem wir sie aus dem Laufwerk ziehen:



Nachdem wir Achse ausgebaut haben, kürzen wir sie auf der Laufwerkseite soweit, dass die gekürzte Metallachse ungefähr 4mm länger ist, als der Plastik-Justageregler der Quarzuhr. Nun spitzen wir das gekürzte Ende mit dem Dremel etwas an. Im folgenden Schritt schneiden wir die Achsen der Plastikachse ab, bis nur noch das kleine Plastikritzel übrig bleibt:



In die Mitte bohren wir ein kleines Loch (kleiner als die Metallachse), erwärmen das Ritzel leicht und schieben es auf die Metallachse, um ca. 7mm. Abgekühlt sollte das Ritzel so stramm auf der Achse sitzen, dass es nicht durchdreht. Wir machen einen Funktionstest im Quarzwerk und haben damit diesen Arbeitsabschnitt beendet. Nun passt endlich der original Einstellknopf auf die Achse.





Jetzt kann es (endlich) an den finalen Zusammenbau gehen: Wir schrauben die Ziffernblätter an das Quarzwerk (aufpassen, dass kein Staub dazwischen kommt!!) und setzen die kleinen Plastikpuffer, die wir hoffentlich beim Zerlegen nicht verloren haben, auf die Kanten des ovalen Blechs.

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Re: Subject

04 Dez. 2010 01:59
#38
5a Zusammenbau „Standard“-Version

Wir beginnen mit der Elektrik: An die entsprechenden Pole der Steuerplatine löten wir jeweils ein paar Zentimeter Kabel:



Das Bild oben zeigt die Polung: Rot = Plus, Blau = Minus. Nachdem wir die Kabel an den entsprechenden Stellen angelötet haben, setzen wir das neue Uhrwerk mitsamt dem verschraubten Ziffernblatt ein und verschrauben es durch die Rückwand. Die Kabel führen wir durch die Löcher nach hinten heraus:




Das schwarze Minuskabel löten wir direkt and die Metalllasche der Gehäuserückseite neben dem Stift (blauer Pfeil), an das rote Pluskabel crimpen wir eine Metall-Lasche. Damit ist der Elektrikteil abgeschlossen und wir wenden uns den Zeigern zu. In Farbe und Form sind die Zeiger der Austauschuhr sehr ähnlich und können direkt eingebaut werden. Wer es ganz perfekt haben will, lackiert die Zeiger vorher noch mit dem Farbton „Pastellorange matt“ (Kunststoffgrundierung vorher nicht vergessen!), so dass sie farblich vom original nicht mehr zu unterscheiden sind.



Im Bild oben sehen wir den originalen Zeiger (1), den Ersatzzeiger von der Quarz-Uhr (2) und den fertig lackierten Austauschzeiger (3). Wir schieben den Stunden- und danach den Minutenzeiger so auf ihre Achsen, dass sie auf 12Uhr zeigen.



Besonders erfreulich ist, dass die Achse des Sekundezeigers so dünn ist, dass wir den originalen Zeiger weiterverwenden können. Auch ihn stecken wir vorsichtig auf und anschließend setzen wir wieder die ovale Metallblende ein, die wir in der Regel noch einmal in Schwarz-matt neu lackieren müssen, da beim Ausbau oft die Farbe an den Rändern abplatzt. Nun setzen wir die vordere Plexiglasscheibe ein (bei Bedarf vorher mit Acrylpolitur von Kratzern entfernen). Bitte nicht vergessen, die Führungshülse auf die Einstellachse zu stecken! Abschließend biegen wir die sechs Metallaschen der Dose wieder zu und fertig ist die Uhr:



Wir man dem Bild entnehmen kann, sind die Zeiger vom Original praktisch nicht zu unterscheiden, zumal der Sekundenzeiger mitsamt Achsabdeckung original bleibt. Lediglich der Einstellregler rechts unten hat nicht mehr den breiten Knopf, ist dafür aber in der Bedienung leichter als das Original. Jetzt verbleibt nur noch der Einbau ins Armaturenbrett und man hat endlich Ruhe…



.

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Re: Subject

04 Dez. 2010 01:59
#39
4. Anpassungen des Quarz-Werkes

Bevor wir das Quarzwerk verwenden können, müssen noch ein paar Anpassungen vorgenommen werden: Zunächst fällt die störend hervorstehende Kante auf, in der das Ziffernblatt eingeklemmt war:



Da wir das originale Ziffernblatt flach an das Plexiglas schrauben wollen, muss diese Kante abgeschliffen werden. Hierfür eignet sich ein Dremel mit Schleifstein besonders gut:



Wenige Minuten später ist die störende Kante abgeschliffen und die Plexifront absolut plan und für das Aufschrauben des Plexiglases vorbereitet.



Das ovale Plexiglas der Originaluhr passt auch schon hervorragend, die schwarze Metallunterlage allerdings noch nicht, weil ihr zentriertes Loch zu klein für die neue Zeigerachse ist:



Wieder greifen wir zum Dremel in Verbindung mit einem kleinen runden Schleifstein und vergrößern vorsichtig das zentrale Loch.



Ist das Loch groß genug, passt es perfekt über die neue Achse, an zwei unteren Ecken des viereckigen Plexiglases stößt es aber an, weshalb wir diese mit einer scharfen Kneifzange vorsichtig abknipsen müssen:




Nach dieser Arbeit können wir schließlich das schwarze Ovalblech und das Plexi-Ziffernblatt ordnungsgemäß auflegen und ausrichten:



Das Ziffernblatt verwenden wir nun als Bohrschablone und bohren mit Hilfe des Dremels und eines kleinen Bohreinsatzes zwei winzig kleine Löcher in die Plexifront des neuen Uhrwerkes. Diese müssen so klein sein, dass man die originalen Halteschrauben vorsichtig hinein drehen kann. Nun drehen wir das Laufwerk auf seine Platinen-Rückseite und dremeln mit einem Schleifstein die überstehenden Plastik-Clipse soweit ab, bis sie auf einer Höhe mit den Schraubenfassungen liegen und nicht mehr überstehen:




Danach schrauben wir die Ziffernblätter vorsichtig fest und unser Austauschmodul ist soweit fertig konstruiert. Dabei darf man nicht vergessen, die kleine Justageachse mitsamt Feder vorher einzufügen, denn schließlich will man die Uhr letztendlich auch stellen können.




Die grundlegenden Vorarbeiten am Quarzwerk sind nun abgeschlossen, jetzt greifen wir zur originalen Uhrendose und entfernen die Gummieinlage.



Da die Schraubenlöcher der Dose nicht mit den Gewinden des neuen Uhrwerks übereinstimmen, müssen wir ein neues Loch an der richtigen Stelle bohren. Um die richtige Stelle zu finden, tragen wir mit einem Lackstift etwas Farbe auf die Gewindehülsen des Uhrwerks und setzen dieses richtig in die Dose ein. Dies markiert die möglichen Bohrstellen auf dem Blech:



Als Befestigungspunkt wählen wir die obere Markierung, weil sie nicht in unmittelbarer Nähe zu anderen Löchern und zentriert positioniert ist. Mit dem Dremel und Bohreinsatz bohren wir ein kleines Schraubenloch in die Rückwand.

Nun sind alle notwendigen Anpassungen vorgenommen und der Zusammenbau und die Verkabelung kann beginnen. Für die „Standard“ und die „Premium“ Varianten geht es dabei unterschiedlich weiter:



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Re: Subject

04 Dez. 2010 01:58
#40
3. Demontage der Spenderuhr

Im Folgenden widmen wir uns der Spenderuhr: Zunächst nehmen wir ihren rechteckigen Kunststoffrahmen ab, er ist nur geclipst:




Dieser Schritt war einfacher, als bei der Originaluhr, das Lösen des Laufwerks aus dem Gehäuse ist dafür schwerer. Hierfür müssen auf der Rückseite mit einem Lötkolben zwei Metalllaschen von der Platine gelöst werden.



Das Ablöten ist einfacher als es klingt, danach kann das Uhrwerk leicht aus dem Plastikgehäuse gezogen werden.




Nun zieht man auch hier vorsichtig(!) Die Zeiger von der Achse und löst das eingeklemmte Ziffernblatt aus dem Werk:



Aufpassen muss man auf die Einstellachse mit ihrer kleinen Feder und auf die Aufsteckhülse, alles wird noch gebraucht.



Im Bild oben sieht man das Quarz-Laufwerk, das in unserem SM zuverlässige Dienste verrichten soll. Von den Maßen her passt es nahezu perfekt, wie der Vergleich zeigt:





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